Übernimmt der Factor auch das Delkredererisiko, wird von einem echten Factoring gesprochen. Ist die Übernahme des Delkredererisikos beim Factoring nicht enthalten, spricht man von einem unechten Factoring. Überwiegend hat sich in Deutschland das echte Factoring etabliert.
Der Vorbehaltskäufer erlangt beim echten Factoring, im Gegensatz zum unechten Factoring, den Wert der Forderung gegenüber seinem Kunden abzüglich einer Factorprovision. Dies ist so zu behandeln, als hätte er vom echten Abnehmer sein Geld erhalten.
Der Factoring-Nehmer trägt also beim echten Factoring den eventuellen kompletten Forderungsausfall nicht selbst. Auch wird der Schuldner wird beim echten Factoring über die Einschaltung des Factoring-Institutes in Kenntnis gesetzt.
Des weiteren hat der Schuldner die Möglichkeit, offene Forderungen direkt an das Factoring-Institut zu zahlen. Zudem kann beim echten Factoring durch der Factor nicht auf den Factoring-Nehmer zurückgegriffen werden, falls der Schuldner zahlungsunfähig ist.
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