Was kostet Factoring?
Factoring-Gesellschaften kalkulieren die Factoringgebühren ganz individuell. Diese sind von den unterschiedlichsten Factoren abhängig. Auch bei Ihrem Unternehmen.
Die Frage "Was kostet Factoring?" lässt sich deshalb nicht in einer Minute beantworten.
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Generell kann man sagen, dass sich die Factoring-Gebühren in den meisten Fällen im Skonto-Bereich bewegen. Diese Seite soll lediglich Aufschluss darüber geben, welche Kosten in Factoring mit eingerechnet und kalkuliert werden.
Genaue Angaben kann Ihnen nur eine Factoring-Gesellschaft geben.
Factoring-Gebühren - Was kostet Factoring?
Dies wird deutlich, wenn Sie das Drei-Säulen-Modell der Factoringkalkulation betrachten. Die Kalkulation der Factoring-Gebühren beruht auf:
- Den Strukturdaten wie Jahresumsatz, Anzahl an Debitoren, Anzahl an jährlichen Belegen, durchschnittliche Forderungslaufzeit, etc. Die meisten Factoring-Dienstleister erfragen diese Rahmendaten mit Hilfe eines Analysebogens.
- Der Bonität und Zahlungspünktlichkeit Ihrer Debitoren. Diese Information beziehen Factoring-Gesellschaften von darauf spezialisierten Unternehmen und auch aus Ihrer Liste der offenen Posten.
- Der Bonität Ihres Unternehmens. Hierzu erbittet das Factoring-Unternehmen Einblick in Ihre Bilanz, in aktuelle BWAen und andere Bonitätsunterlagen.
Die Angebote der eingetragenen Factoring-Unternehmen können sich in Ihrer Höhe unterscheiden. Dabei kann man aber nicht generell sagen, einer der Anbieter wäre immer billiger als die anderen oder ein anderer Factoringanbieter wäre immer teurer als die anderen der exzellenten Factoring-Unternehmen. Deshalb ist es sinnvoll, mehrere Factoring - Angebote hier im "Deutschen Factoring-Portal" anzufordern.
Aber nicht nur in der Höhe der Gebühren gibt es zwischen den Factoring-Gesellschaften Unterschiede. Auch die Gebührenstruktur kann von Factoringunternehmen zu Factoring-Unternehmen variieren. Wir erläutern Ihnen die verschiedenen Gebührenbestandteile, indem wir einen Blick auf die Kostenstruktur der Factoringanbieter werfen, denn diese Kostenstruktur ist ausschlaggebend für die Gebührenstruktur und die Gebührenhöhe für Factoring.
Welche Kosten hat eine Factoring-Gesellschaft zu tragen?
Welche Gebühren ergeben sich daraus für Sie als Factoring-Kunde?
Bearbeitungskosten
- Jede Ihrer Rechnungen wird im System erfasst, die Zahlung an Sie wird angewiesen, der Zahlungseingang wird kontrolliert und ggf. wird der säumige Debitor gemahnt. Ob eine Rechnung klein oder groß ist - diese Handgriffe sind immer gleich. Haben Sie als Factoring-Kunde im Durchschnitt eher große Rechnungen, wird die Factoring-Gebühr in Prozenten niedriger sein als bei einem Factoring-Kunden, der im Durchschnitt eher kleine Rechnungen hat. Pro Abschnitt (Rechnung) müssen bei jedem Kunden im Durchschnitt die jeweiligen Stückkosten als Factoring-Gebühr berechnet werden.
Ein Factoring-Unternehmen, welches auch "kleineren" Factoring-Interessenten einen Factoring-Vertrag anbietet, wird von diesen meist eine etwas höhere Factoringgebühr verlangen müssen. Die Rechnungen sind im Durchschnitt kleiner als bei größeren Kunden-Unternehmen und auch der Betreuungsbedarf ist bei kleineren Factoringkunden je eingereichter Rechnung meist höher.
Das zeigt die Erfahrung. Es macht auch einen Unterschied hinsichtlich der Stückkosten, ob Rechnungen als Rechnungskopie per Briefpost oder als Datei per elektronischer Post angeliefert werden. Mehr Handgriffe verursachen höhere Kosten und müssen nach dem Ursachen-Wirkungs-Prinzip an den Factoring-Kunden weitergegeben werden.
Es gibt Factoringunternehmen, die verlangen eine monatliche Grundgebühr. Oder auch eine Grundgebühr je Rechnung, unabhängig von deren Höhe - zuzüglich der Factoring-Gebühr vom Rechnungsbetrag. Andere bieten eine All-In-Gebühr, die vielleicht auf den ersten Blick teuer aussieht, aber für Sie als Factoring-Kunde sehr einfach in der eigenen Kalkulation berücksichtigt werden kann. Die Ausgestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig. Und kostenmäßig kann im Vorfeld keiner Variante der Vorzug gegeben werden. Die individuelle Situation Ihres Unternehmens ist dafür ausschlaggebend, welches Gebührenmodell kostengünstiger abschneidet.
Zinsen
- Um Ihre Rechnungen zu kaufen und damit zu bevorschussen, leihen sich die Factoring-Unternehmen ihrerseits Geld von Banken oder Investoren. Weil Factoring-Gesellschaften meist über eine gute Bonität verfügen, bekommen diese das Geld zu einem Vorzugszinssatz, den sie an ihre Kunden mit nur sehr geringen Aufschlägen weitergeben. Die Aufschläge sind erforderlich um die sogenannten Kosten der Geldbeschaffung zu tragen. Aber auch trotz dieses kleinen Aufschlags sind die Zinsen, welche das Factoring-Unternehmen verlangt, deutlich niedriger als der Zins für eine Kontokorrent-Linie bei der Hausbank.
Prüfgebühren
- Weiter oben wurde bereits beschrieben, dass die Factoring-Unternehmen Auskünfte über Ihre Debitoren einholen, bevor eine Rechnung angekauft wird. Für diese Auskunft müssen die Factoring-Unternehmen sogenannte Prüfgebühren bezahlen und zwar unabhängig davon, wie die Prüfung ausgeht. Diese Prüfgebühren geben die Factoring-Gesellschaften an ihre Kunden weiter - wieder nach dem Ursache-Wirkungs-Prinzip. Die Struktur der Prüfgebühren, welche die Factoring-Unternehmern weiterberechnen kann - wie bei den Factoring-Gebühren auch - unterschiedlich sein. Einige Factoring-Anbieter berechnen einen Durchschnittsbetrag (z.B. € 30,--), ganz egal ob Ihr Debitor seinen Sitz im Innland oder im Ausland hat und ob das erforderliche Limit € 5.000,-- oder € 20.000,-- oder € 50.000,-- beträgt. Andere Factoring-Unternehmen berechnen bis zu einer gewissen Limithöhe einen geringen Betrag, dafür bei ausländischen Debitoren einen deutlich höheren Betrag. Es gibt sogar Debitoren, die verlangen bis zu einer gewissen Höhe des Limits keine Prüfgebühr, wenn der Debitor bisher ohne Überziehungen bezahlt hat.
Rückversicherungskosten
- Kauft nun ein Factoring-Anbieter nach der Bonitätsprüfung Rechnungen auf einen bestimmten Debitor an, versichert er sich seinerseits gegen Forderungsausfall. Hierfür sind Versicherungsprämien zu entrichten. Diese sind in den meisten Fällen in die Factoring-Gebühr kalkuliert. Gelegentlich erheben Factoring-Dienstleister aber auch einen separaten Risikozuschlag für Debitoren mit schlechterer Bonität - dafür ist die Factoring-Gebühr etwas niedriger kalkuliert.
Kosten bei Forderungsausfall
- Wenn es zum Forderungsausfall kommt, sind Sie fein raus. Sie machen ja Factoring und damit sind Sie gegen Forderungsausfall geschützt. Zwar ist Ihr Factoring-Dienstleister rückversichert, den sogenannten Selbstbehalt muss er aber tragen. Für diesen Fall der Fälle bildet das Factoring-Unternehmen sogenannten Rückstellungen (die kennen Sie aus Ihrer eigenen Bilanz). Und die sind ebenfalls in die Factoring-Gebühr einkalkuliert.
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