Der Factoring-Vertrag

Der Factoring-Vertrag einfach und verständlich erklärt.

Der „Factoringvertrag“ basiert auf gegenseitigem Vertrauen – so steht es auch in der Präambel zu jedem abgeschlossenen Vertrag. Die Gesellschaft vertraut Ihrem neuen Kunden und erwartet, dass dieser die vertraglichen Pflichten erfüllt. Der Anschlusskunde vertraut der ausgewählten Factoring-Gesellschaft und erwartet, dass die entsprechenden Beträge schnell ausbezahlt werden und dass im Fall von erforderlichen Mahnungen mit großer Umsicht vorgegangen wird.

Wie weisen ausdrücklich darauf hin, dass jeder Factoring-Vertrag individuell geschlossen wird. Hier beschriebene Punkte dienen nur als grobe Anhaltspunkte was in einem Vertrag alles drin stehen kann.

Ein Factoring-Vertrag enthält meistens folgende Regelungen:

  1. Den Inhalt, die Art und Güte der jeweils anzukaufenden Forderungen.
  2. Das Kunden-Limit ( Ankaufslimit der Forderungen auf Kunden bezogen).
  3. Regelungen über die Vertragslaufzeit (Dauer der Zusammenarbeit mit dem Factor).
  4. Anfallende Kosten und Gebühren für den Anschlusskunden.
  5. Jeweilige Zinsbedingungen für die Bevorschussung der Forderungen.
  6. Etwaige Garantie- und Sicherheitseinbehalte.
  7. Die Abrechnungsbedingungen durch den Finanzdienstleister.
  8. Sonstige Vereinbarungen zwischen dem Anschlußkunden und dem Factor.

Jeder Vertrag wird individuell zwischen der Factoring Gesellschaft und dem Anschlusskunden geschlossen.

Erklärungen zu den einzelnen Punkten im Factoring-Vertrag:

zu Punkt 1:

Hier wird grundsätzlich festgelegt, was der Vertrag alles beinhaltet wie zum Beispiel:

  • Art des Factoring (ob echtes oder unechtes Factoring, stilles oder offenes Factoring, angewandt wird. usw.)
    Beim echten Factoring übernimmt der Factor das Ausfallrisiko, wobei unechtes Factoring bedeutet, dass der Anschlusskunde im Falle eines  Forderungsausfalls haftet.

zu Punkt 2:

Das Ankaufslimit wird für jeden Kunden des Forderungsverkäufers individuell festgelegt. Das heißt wie hoch der jeweilige Rechnungsbetrag für die jeweiligen Kunden maximal sein darf. Der Rechnungsbetrag kann von Kunde zu Kunde unterschiedlich hoch sein.

zu Punkt 3:

Die Dauer der Vertragslaufzeit wird hier niedergeschrieben. Im Regelfall wird ein Factoring-Vertrag über 2 Jahre geschlossen. In dieser Zeit verpflichtet sich der Factoring-Nehmer alle Forderungen an den Factoring-Partner zu verkaufen. Der Factor verpflichtet sich im Gegenzug innerhalb dieser Zeit auch alle festgeschriebenen Forderungen anzukaufen.

zu Punkt 4:

Natürlich will der Factor mit seiner Dienstleistung auch etwas verdienen. Deshalb werden in dem Vertrag auch alle anfallenden Kosten und Gebühren vereinbart.

siehe auch: Factoring Kosten und Gebühren (Ausführliche Beschreibung)

zu Punkt 5:

siehe Factoring Kosten und Gebühren

zu Punkt 6:

Hier werden die Sicherheitseinbehalte festgelegt. In der Praxis bedeutet das, wie hoch der sofort auszuzahlende Betrag ist. Die Rechnungen werden meist zwischen 80% – 95% vom Gesamtrechnungsbetrag (abzüglich der Kosten und Gebühren) durch den Factor bevorschusst. Das heißt jedoch nicht, dass der Rest nicht ausbezahlt wird. Der Differenzbetrag wird sofort nach komplettem Zahlungseingang beim Factor dem Anschlusskunden überwiesen. Sollte ein Kunde zahlungsunfähig sein oder werden, so erhält der Anschlusskunde dennoch den Differenzbetrag ausbezahlt. Der Factor trägt das Ausfallrisiko.

zu Punkt7:

Bei diesem Punkt wird geklärt wie schnell der Factor dem Anschlusskunden die verkaufte Geldforderung bezahlen muss.

zu Punkt 8:

Wir werden noch allgemeine zusätzliche Vereinbarungen festgelegt.

Factoring Unternehmen

Finden Sie hier den Factoring Anbieter, der Ihnen faire Factoring-Konditionen für Ihr Unternehmen anbieten wird.

… oder stellen Sie direkt über das Portal eine Online Anfrage und finden so den perfekten Anbieter für Ihr Unternehmen.