Forderungsausfall

Was ist ein Forderungsausfall?

Ein Forderungsausfall liegt dann vor, wenn der Debitor seine Rechnung nicht begleicht und eine Vollstreckung beim Schädiger erfolglos verlaufen ist. In diesem Fall muss das rechnungsstellende Unternehmen die Forderung als uneinbringliche Forderung ausbuchen. Der Forderungsausfall stellt eine Risiko dar, mit dem Unternehmen trotz aller Sorgfalt und positiver Bonitäten der Kunden immer rechnen müssen.

Für ein Unternehmen kann ein Forderungsausfall in einer bedeutenden Höhe oder die Ansammlung vieler kleinerer Forderungsausfälle zu einem bestimmten Zeitpunkt dramatische Folgen hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens haben.
Nicht selten geht in Deutschland ein Unternehmen wegen Forderungsausfällen selbst in die Insolvenz. Um sich vor einem Forderungsausfall zu schützen gibt es vielfältige Möglichkeiten. Eine davon ist der Abschluss einer Kreditversicherung.
Hierbei wird zwischen der Delkredereversicherung (Warenversicherung) und der Kautions- und Vertrauensschadenversicherung unterschieden.
Eine neuere Variante in Deutschland ist das Factoring. Hierdurch entfällt die Beauftragung eines Rechtsanwaltes oder eine Inkassoinstitutes und der damit verbundenen Kosten und der zeitliche Aufwand.