Forfaitierung

Was versteht man unter Forfaitierung?

Einfach erklärt wird Forfaitierung als Ankauf einzelner ausgesuchter Forderungen vor Fälligkeit bezeichnet (im Gegensatz dazu werden beim Factoring alle aus Verkäufen oder Dienstleistungen entstehenden Ausgangsrechnungen laufend abgetreten). Der Käufer der Forderung verzichtet dabei auf Regressmöglichkeiten bei Ausfall der Forderung (wie es auch beim echten Factoring gehandhabt wird). Dieses Risiko wird bei der Gebührenkalkulation berücksichtigt. Der Forderungsverkäufer haftet lediglich für den Rechtsbestand der Forderung (Verität), dass die Ware ordnungsgemäß und in einwandfreiem Zustand geliefert oder eine Dienstleistung vertragskonform erbracht wurde.

Je nach Dienstleister wird Forfaitierung bereits ab einer Einzelforderungshöhe von T€ 30 angeboten. Dabei stehen auch Laufzeiten zur Verfügung, die deutlich über die 120 Tage des Factorings im Auslandsbereich hinaus reichen. Bis zu zehn Jahre Laufzeit können angeboten werden.

Aus Sicht des Deutschen Factoring-Portals stellt die Forfaitierung eine ideale Ergänzung zu Factoring dar. Wenn öfter sehr hohe Rechnungsbeträge gegenüber Debitoren frühzeitig liquidiert werden sollen, ist die Forfaitierung das Mittel der Wahl.

Für den Verkäufer ergeben sich die gleichen Vorteile wie beim Factoring: Liquidität, Risikoschutz, Verbesserung der Bilanzkennzahlen und der Bonität.

siehe auch: Was ist Factoring?